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© Jürgen Fälchle - Fotolia.com

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Ein gewaltiger Knall erschütterte vergangenen Samstag den Berliner Ortsteil Westend. Doch der Krach resultierte nicht aus einer Katastrophe, sondern war wohl vorbereitet und bis ins letzte Detail geplant. Nach 76 Jahren wurde die Deutschlandhalle durch eine gezielte Sprengung dem Erdboden gleichgemacht.

Die Halle wurde 1935 unter der NSDAP als Veranstaltungsarena anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 errichtet und sollte die “größte Mehrzweckhalle der Welt” werden. Ihre Maße waren für damalige Verhältnisse, ganz der Gigantomanie der Nazis entsprechend,  beeindruckend. Die 117 Meter lange und 83 Meter breite Stahlkonstruktion bot Platz für bis zu 16.000 Zuschauer.

Nach der Olympiade wurde die Halle neben Show-Veranstaltunge und Boxkämpfen hauptsächlich für Propagandazwecke missbraucht. Massenappelle wie der Generalappell der NSDAP im Jahre 1938 stattfand, demonstrierten Geschlossenheit und lancierten zu perfekt choreografierten Massenspektakeln. Die erste Deutschlandhalle wurde 1943 durch einen Luftangriff der Alliierten fast vollständig zerstört.

Erst 1957 wurde die Halle, die nach Orginalplänen wieder aufgebauft wurde, neu eröffnet. Sie diente über die Jahre hauptsächlich Musikveranstaltungen. Größen wie die Rolling Stones, Joe Cocker, oder David Bowie gaben hier legendäre Konzerte. Beim “Konzert für Beriln”, dass 1989 direkt nach dem Mauerfall spontan organisiert wurden, traten unter anderem Stars wie Udo Lindenberg, oder die Toten Hosen umsonst auf, um diesen freudigen Anlass gebührend zu feiern.

An der Stelle der abgerissenen Halle soll nun bis zum Jahre 2013 eine 65 Millionen Euro teure Messe- und Kongresshalle errichtet werden. Denn die angrenzende Messe-Süd platzt bei Großveranstaltung, wie der Internationalen Funkausstellung (IFA) aus allen Nähten.

Wegen der Sprengung wurde angrenzende Gelände im Radius von 200 Metern abgesperrt. Auch Teile der Autobahn A 115 waren nicht mehr befahrbar.

In einer kontrollierten Sprengung sackte das Gebäude bis auf die Außenmauern in sich zusammen.

Categories: Berliner Architektur

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